Ernst Pacher

Ernst Pacher

„Und das Problem war, dass wir sie nachher wieder gesehen haben, dieselben Erzieherinnen, Erzieher sind wieder in den Heimen gewesen.“

Geboren 1935 in Wiener Neustadt. Der Vater, aktiv in der Kommunistischen Partei, war längere Zeit arbeitslos und ging 1938 auf der Suche nach Arbeit nach Berlin, wo er verstarb. Da sich die Mutter nicht mehr um ihn kümmern konnte, gab sie ihn mit viereinhalb Jahren in ein katholisches Kinderheim in Baden, das 1940 von einer nationalsozialistischen Organisation übernommen wurde. Bis Sommer 1943 in dem Heim, danach zurück zur Mutter. Im Frühjahr 1944 wurde er dabei erwischt, wie er einem feindlichen Flieger zuwinkte, daraufhin Überweisung in die Kinderübernahmsstelle und anschließend Spiegelgrund. Im April 1945 Evakuierung bzw. Flucht der Heimkinder nach Bayern. Nach dem Krieg noch bis 1949 im Heim, später Schlosserlehre in Mürzzuschlag. Vier Kinder.